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GeForce NOW für Chromebooks verfügbar

Mit GeForce NOW bietet NVIDIA seit geraumer Zeit einen Cloudgaming-Dienst, der ab sofort auch für Chrome OS beziehungsweise Chromebooks verfügbar ist. Wir geben eine Übersicht zu den Möglichkeiten, Preisen und wie unser erster Eindruck auf unterschiedlichen Chromebooks ausfällt.

NVIDIA GeForce NOW

Was ist GeForce NOW

Cloudgaming bzw. das Streamen von Spielen nimmt Fahrt auf. Für Nutzer von Chromebooks war dies bisher fast ausschließlich über Googles eigenen Dienst Stadia möglich, der mit anfänglichen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte, aber mittlerweile vor allem auch ein immer größeres Spieleangebot bietet.

Mit GeForce Now bietet NVIDIA nun Nutzern von Chromebooks eine weitere Alternative, die einen anderen Ansatz verfolgt.

Google Stadia im Vergleich zu GeForce NOW

Bei Google Stadia müssen Spiele entweder gekauft werden oder sie sind in der kostenpflichtigen Pro-Mitgliedschaft enthalten, die über die Chromebook Perks drei Monate kostenlos getestet werden kann.

Abgesehen davon, dass die Anzahl an Spielen bei Stadia zwar zunimmt, gibt es jedoch keine Möglichkeit Spiele zu spielen, die du zum Beispiel bereits bei Steam gekauft hast. Auch bekannte Free2Play-Titel wie Fortnite und Co. finden sich bei Stadia (bisher) nicht.

Anders sieht dies bei GeForce NOW aus. Zwar kannst du auch hier Titel kostenpflichtig erwerben, aber vor allem sind auch zahlreiche kostenlose Spiele wie eben Fortnite oder auch Apex Legends und Path of Exile vertreten.

Übersicht Spiele GeForce NOW
Auswahl von Spielen bei GeForce Now

Ferner nimmt NVIDIA eher die Rollen eines Mittelmanns ein, denn auch zahlreiche Titel von Epic Games (Assassin’s Creed, Just Cause, Magic the Gathering: Arena und andere), Ubisoft (Anno, Hyper Scape, Trackmania und andere) und vor allem auch Steam stehen zur Verfügung.

Insbesondere als Umsteiger von Windows zu Chrome OS ist dies ein deutlicher Vorteil, sofern man sich bereits eine eigene Sammlung an Spielen aufgebaut hat. Denn diese Titel müssen dann nicht erneut gekauft werden.

Bei NVIDIA findest du eine Liste der unterstützten Spiele, die ferner kontinuierlich wächst.

Das aber auch GeForce NOW noch mit Problemen bzw. Unstimmigkeiten im Geschäftsmodell zu kämpfen hat, zeigt der Rückzug von Activision Blizzard (unter anderem Overwatch, Call of Duty und Diablo) und Bethesda (unter anderem Fallout und The Elder Scrolls Online) zum Anfang des Jahres, wobei Elder Scrolls nun bei Stadia verfügbar ist.

Was kostet GeForce NOW

Das Angebot von NVIDIA kann grundsätzlich kostenlos genutzt werden. Allerdings ist die Spielzeit einer Session am Stück dann auf 60 Minuten begrenzt und ebenfalls können Wartezeiten beim Start von Spielen entstehen, die teils deutlich sind.

GeForce NOW Wartezeit
Wartezeit bei GeForce NOW

Wenn du bei der Nutzung nicht eingeschränkt werden möchtest, musst du eine Mitgliedschaft abschließen, die aktuell bei 5,95 Euro pro Monat liegt und monatlich gekündigt werden kann.

Ferner gibt es immer wieder auch Sonderangebote, die bei längerer Laufzeit günstiger sind und beispielsweise Gegenstände für spezielle Spiele bieten.

GeForce NOW Preise
Kosten von GeForce NOW

Hardware-Anforderungen für Chromebooks und GeForce NOW

NVIDIA hat auf einer eigens eingerichteten Seite die Hardware-Anforderungen für Chromebooks und GeForce NOW aufgeführt und nennt dabei explizit nachfolgende Geräte, die mit dem Cloud-Gaming-Dienst getestet wurden:

  • Acer Chromebook 15 CB3-532-C4ZZ
  • ASUS Chromebook Flip C434
  • Google Pixelbook Go
  • Google Pixelbook
  • HP Chromebook x360
  • Samsung Chromebook 4+ 15.6” XE350XBA

Zwar ist die Liste nicht sehr lang, aber NVIDIA geht davon aus, „dass GeForce Now auf einer großen Auswahl an Chromebooks gut funktioniert“.

Auch ältere Chromebooks funktionieren gut

Auch wenn NVIDIA in ihren Test eher Chromebooks der Oberklasse genutzt hat, kann ich bestätigen, dass auch Modelle mit deutlich eingeschränkterer Hardware vernünftig laufen.

So habe ich den Dienst mit dem Lenovo IdeaPad Duet und einem 2016er (!) Acer Chromebook 14 getestet. Beide Chromebooks sind in ihrer Leistung (CPU) doch eher beschränkt und verfügen über einen MediaTek Helio P60T (Lenovo Duet) bzw. einem Intel Celeron N3150 (Acer Chromebook 14) mit jeweils 4 GB Arbeitsspeicher.

In einem ersten schnellen Test habe ich Spiele genommen, die ich auch auf meinem Windows-PC spiele. Namentlich sind dies beispielweise DOTA Underlords, Minion Masters und Rocket League gewesen.

Gerade bei dem Acer hat mich sehr beeindruckt, dass Spiele – dank Streaming – so flüssig auf einem eher limitiertem Chromebook, das mehr als 4 Jahre alt ist, geschmeidig laufen.

Einschränkend ist jedoch zu sagen, dass bei kompetitiven Spielen (wie Rocket League), also Spiele in denen mehrere Spieler gleichzeitig gegeneinander spielen, der Input Lag deutlich spürbar ist und man somit einen klaren Nachteil gegenüber einen lokalen Installation hat. Dies dürfte so auch auf Shooter und andere „schnelle“ Spiele zutreffen.

Einschätzung zu GeForce NOW auf Chromebooks

Aus Sicht von uns Nutzern ist es grundsätzlich zu begrüßen, wenn mehrere Anbieter ein ähnliches Produkt auf den Markt bringen – haben wir dann doch eine entsprechende Auswahl. Und ferner belebt Konkurrenz natürlich auch das Geschäft.

Als Käufer der Founders Edition war Google Stadia mein erster Berührungspunkt mit Cloudgaming. Dabei waren die Erfahrungen zu Beginn durchweg positiv und schon damals war klar, dass diese Art von Gaming den Markt und die Nutzung nachhaltig ändern wird.

Das eingeschränkte Angebot an Spielen führte dann bei mir dennoch schnell zu Ernüchterung. Konnte Google doch zusätzlich einige Versprechen nicht halten.

Umso begeisterter bin ich aktuell von GeForce NOW. PC-Spiele, die ich über die letzten Jahre bei Steam und Co. gekauft habe, kann ich plötzlich auf einem Low-End-Chromebook spielen.

Sicherlich gibt es Einschränkungen. Titel die kompetitiv online gespielt werden, sind für Cloudgaming grundsätzlich eher weniger geeignet (siehe oben). Aber als Nutzer eines Chromebooks wird man in diese Zielgruppe auch eher nicht fallen.

Ich werde in den nächsten Tagen beide Angebote vermehrt nutzen und dann einen weiteren Artikel und ggf. ein Video dazu veröffentlichen. Und freue mich bereits jetzt, dass beide Angebote sich vermutlich sehr gut ergänzen.

Folge uns doch auch bei Facebook und YouTube, um den Artikel und das Video nicht zu verpassen. Dort und unten in den Kommentaren erreichst du uns auch, wenn du weitere Fragen hast.

Wie ist deine Sicht der Dinge? Nutzt du bereits GeForce NOW und/oder Stadia? Oder hast du Games bisher nur am PC gespielt? Wir freuen uns auf deine Nachricht!

Holger
Holger
Moin! Mein Name ist Holger und ich schreibe hier seit 2020 zu Chromebooks, Chrome OS, Chrome als Browser, Stadia und benachbarte Themen, die ebenfalls interessant sind.

2 Kommentare

  1. Man sollte allerdings erwähnen das man nicht alle Spiele die man z.B. bei Steam gekauft hat, auch über GeForce Now spielen kann. Auch wenn jeden Donnerstag weitere Entwickler ihre Spiele für GeForce Now freigeben, so gibt es auch dort nicht alle Spiele die man eventuell in der eigenen Bibliothek schon hat.

    Da sollte man dann auch einfach mal den Preisvergleich ziehen: Bei Stadia bekommt man für 9,99 € neben etwas besserer Technik, vor allem auch jeden Monat Spiele, die man spielen kann.
    Wenn man dort ein Spiel kauft, braucht man gar nicht Pro Mitglied sein.

    Bei GeForce Now hingegen bekommt man wenn man auf Wartezeit und begrenzte Spieldauer keine Lust hat, für aktuell 5,49 € …. ja was genau. Nur die Möglichkeit, Spiele die man auch kaufen muss, zu spielen.
    Versteht mich nicht falsch, es funktioniert wunderbar, aber irgendwie finde ich das Angebot von Stadia noch besser gerade wenn man in die Zukunft schaut und kommende Titel beachtet.
    Die Kaufe ich auf Stadia. Fertig. Spielen so viel ich will.
    Bei GeForce Now kaufe ich das Spiel z.B. auf Steam….. und kann als Chromebook Nutzer oder jemand ohne NextGen Konsole damit noch nichts anfangen. Die Kosten von GeForce Now kommen noch oben drauf.

    • Hi Jörg,
      top! Die Punkte kann ich so größtenteils unterschreiben. Mein Artikel war als erster Eindruck gedacht. Meine Begeisterung gilt in erster Linie dem größeren Spielekatalog vs. Stadia. Ich nehme deine Punkte für den finalen Test aber sicherlich mit. Vielen Dank!

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