Start Kaufberatung Chromebook-Erfahrungen aus der Praxis (2020)

Chromebook-Erfahrungen aus der Praxis (2020)

In 2019 habe ich mir mein erstes Chromebook gekauft. Welche Erfahrungen ich damit bisher gemacht habe, ob der Umstieg schwierig war, was es zu beachten gilt und welche Vor- und Nachteile es gibt, erfährst du in diesem Bericht.

Erfahrungsbericht zu Chromebooks

Hinweis: Solltest du Chromebooks bzw. Chrome OS bisher noch gar nicht kennen, solltest du dir zuerst den Artikel Unterschiede zwischen Chrome OS und Windows durchlesen.

Von Windows 10 zu Chrome OS

Die ersten Stunden und Tage mit Chrome OS verliefen relativ problemlos. Natürlich ist es zu Beginn eine Umstellung, wenn man mit einem neunen Betriebssystem arbeitet.

Das andere Tastenlayout ist am Anfang gewöhnungsbedürftig und der ein oder andere Shortcut natürlich noch nicht bekannt, sodass man sich diese aneignen muss. Insbesondere die fehlende Entfernen-Taste habe ich anfangs schmerzlich vermisst.

Auch die komplette Umstellung auf das Dokumenten-Management in der Cloud (Google Drive) ist ungewohnt. Und auch die Synchronisation bzw. Änderung der eigenen Strukturen ist mit initialer Arbeit verbunden.

Chrome OS deckt (fast) alles ab

Im Alltag ist die Beschränkung auf Chrome als Browser inklusive diverser Apps dann allerdings relativ einfach, zumal es keine großartigen Unterschiede zu der Arbeit unter Windows gibt.

Office – Google Doc, Sheets und Co.

Mit Google Docs und Sheets bietet Google im Browser das entsprechende Pendant zu Microsoft Office.

Die Umstellung ist einfach, viele Funktionen und Befehle sind identisch und auch offline kann an entsprechenden Dokumenten gearbeitet werden.

Mit Google Keep ist ferner eine großartige Lösung vorhanden, um strukturiert Notizen zu erstellen, Seiten zu speichern und diese Daten auch auf dem Smartphone vorhanden zu haben.

Überhaupt ist die Synchronisation im Browser und in der Cloud ein großer Pluspunkt, wenn man vorher Daten eher lokal gespeichert hat und diese dann nur auf dem Desktop-Rechner vorhanden waren aber eben nicht auf dem Notebook mit dem man unterwegs ist.

Hierfür gibt es natürlich auch unter Windows eine Vielzahl von Lösungen. Aber: Zumindest mir ist es in der Vergangenheit immer wieder passiert, dass ich diese nicht konsequent genutzt habe, weil es eben keinen Notwendigkeit zu strikten Nutzung der Cloud gab.

Bildbearbeitung mit Chrome OS

Vollumfängliche Profi-Programme wie Adobe Photoshop findet man aktuell noch nicht als App – im Play Store finden sich allerdings eine Vielzahl von Anwendungen, die die meisten Aufgaben bewältigen sollten.

Auch Web Apps wie Polarr und Pixlr sind für fast alle Aufgaben ausreichend und können bequem im Browser genutzt werden.

Bildbearbeitung in Polarr
Bildbearbeitung in Polarr direkt im Browser

Streaming – Musik, Videos und Co. mit Chromebooks

Ob Spotify, Prime Music, Netflix oder YouTube – alle gängigen Anbieter sind auf Chromebooks problemlos nutzbar. Und auch Filme lassen sich wie bei den normalen Apps herunterladen, um sie dann offline zu schauen.

Durch die Nutzung des Bild-in-Bild-Modus in Chrome lassen sich Filme und Serien auch gut „nebenbei“ schauen.

Gaming mit Chromebooks

Als passionierter Gamer stellte sich für mich natürlich auch die Frage, welche Möglichkeiten ein Chromebook diesbezüglich bietet.

Ob der meist schwächeren Hardware im Vergleich zu Desktop-PCs mit dedizierten Grafikkarten sind die Möglichkeiten begrenzt.

Eine Lösung kann aber die Nutzung eines Cloud-Gaming-Angebots wie beispielsweise Stadia sein. Dabei finden sämtliche Berechnungen zu den Spielen nicht auf dem eigenen Rechner statt, sondern beim Anbieter. Es ist somit nahezu unerheblich, welche Hardware genutzt wird.

Mobilität ohne Ende

Wie Eingangs erwähnt habe ich das Chromebook hauptsächlich für den mobilen Einsatz gekauft.

Aufgrund der sensationellen Akku-Laufzeit von bis zu 9 Stunden bin ich mit der Leistung mehr als zufrieden. Ein normaler Arbeitstag ist somit problemlos ohne Steckdose zu bewältigen.

Dies kannst ich von anderen Windows-Notebooks anders, die teilweise bereits nach 3-5 Stunden an ihre Grenzen kommen.

Chromebook-Erfahrungen – Fazit

Ich bin mittlerweile fast komplett auf das Arbeiten im Browser oder mit entsprechenden Apps umgestiegen und kann damit gefühlt 99 Prozent meiner alltäglichen Aufgaben bewerkstelligen.

Meinen Windows-Rechner nutze ich zwar auch noch, dies aber primär nur zum Gaming. Hier konnte mich Stadia noch nicht vollends überzeugen, was größtenteils an dem fehlenden Angebot an Spielen liegt. Hier wird zumindest mittelfristig auch weiterhin Windows die Nase vorn haben.

Insgesamt überzeugen mich die Vorteile von Chrome OS und Chromebooks vollends. Alle notwendigen Programme sind vorhanden, das Arbeiten geht on- und offline, die Sicherheit des gesamten Systems ist sehr gut, Updates laufen ohne Wartezeiten nahezu unbemerkt im Hintergrund und Chrome OS lässt sich in wenigen Sekunden starten und ist quasi sofort einsatzbereit.

Wie ist deine Meinung zu Chromebooks und konntest du bereits Erfahrungen sammeln? Oder hast du weitergehende Fragen? Nutze dazu gerne die Kommentarfunktion unten.

Holger
Holger
Moin! Mein Name ist Holger und ich schreibe hier seit 2020 zu Chromebooks, Chrome OS, Chrome als Browser, Stadia und benachbarte Themen, die ebenfalls interessant sind.

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